Im Folgenden werden Krankheiten und Schädlinge gelistet, die unseren Sansevierien gefährlich werden können.
° Weichfäule oder auch Schwarzfäule
° Wolläuse
° Blattflecken-Krankheit
° Schwarz-Schimmel
° Form-Veränderung
= Weichfäule oder auch Schwarzfäule genannt
Eine relativ häufige und bekannte Krankheit bei Sansevieria / Bogenhanf ist ein Bakterium Namens: PECTOBACTERIUM CAR0T0V0RUM
Synonym: ERWINIA CAR0T0V0RA.
Weit verbreitet in: Kartoffel, Karotten, Gemüsepflanzen und Kürbisgewächsen bis hin zu Ziergewächsen zu finden
Übertragbar durch offene (Schnitt/Quetsch-) Verletztungen der Pflanzenhaut/Schale:
Man kann diesen Organismus durch infizierte Schneid - Werkzeuge übertragen.
Sehr oft kommen seltenere Pflanzen als Teil-Stecklingen (Cuttings, Leaf Cuttings) aus Übersee in verschlossenen Gläsern zu uns und gelangen so in unsere Regionen. Hierbei kann man bei deren Weiterverarbeitung dieses Bakterium weiter übertragen. Sansevierien lassen sich auch durch Stecklinge vermehren und so infizieren.
Auch in einheimischen Agrar-Anbau-Gebieten findet man Erwinia carotovora, der ganze Bestände vernichten kann.
Syptome: Pflanzenteile werden innen sehr weich. Die äußere Haut-Membran hält die Pflanzen zusammen und aufrecht, sodaß man den Befall bzw. den Schaden nicht sofort erkennen kann. Bei leichtem Druck zerplatzt diese und das infizierte Gewebe wird als breiige noch grüne Substanz sichtbar und ein stechender Geruch ist wahrnehmbar, der allerdings von anderen Bakterien ausgelöst wird.
Höhere Temperaturen begünstigen der Verfall der Pflanzen!
Zu retten sind befalle Pflanzen allerdings sehr selten, man könnte jedoch versuchen mit sauberem Werkzeug aus den festen Pflanzenteilen weiter oben neue Stecklinge schneiden, die allerdings Abseites des gesunden Pflanzen-Bestandes kultiviert werden sollten!
Referenzen:
° ufdc.ufl.edu
° wikipedia.org
In unseren Beständen, sei es nur eine Pflanze oder ein ganzes Beet, finden sich zimlich oft Wolläuse. Es sind saugende Insekten, die sich in regelrechten Kolonien über die Pflanze hermachen, überwiegend an weicheren Bereichen wie die "Herzen" der Pflanze.
Das Schadbild sind rostbraune Bereiche an der Pflanze die auch angefressen wirken. Bei extremem Befall geht die Pflanze letztendlich ein.
Begünstigt wird der Befall durch zu trockene Luft. Sollte ein Befall bemerkt werden, zu erkennen an zunächst wenigen weißen Watte ähnlichen Tupfen, kann man die Tierchen mit in Seife und Spiritus getränkte Qtips die Tiere betupfen (sie bekommen keine Luft mehr). Oft kleben diese bereits an den Qtips und man muss sie nicht extra absammeln
Größere Populationen kann man mit diesem Spiritus/Seife-Gemisch besprühen und etwas feuchterer Luft aussetzen (ich stelle die Pflanzen dann in Plastik-Tüten und verschließe sie komplett).
Es gibt im Handel auch Gifte zu Sprühen oder gießen, jedoch funktionieren die systemisch wirkenden Mittel am besten, da diese von der Pflanze durch Sprühen oder das Gießwasser aufgenommen und im Pflanzen-Körper verteilt werden und bei saugenden Insekten in logischer Folge mit aufgesaugt werden.
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Jedoch ist die Dosierungs-Vorschrift unbedingt einzuhalten um eine Resistenz der Giftstoffe zu unterbinden. In der Folge wären Insekten am Werk, die man nicht mehr bekämpfen kann und die ganze Bestände komplett vernichten!
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Gelegentlich übersehe ich einen Befall da die Pflanzen bei mir sehr dicht stehen. Sollten die Herzen der Pflanze voller Wolläuse sein, dann spüle ich mit hartem Strahl die Herzen mit systemisch wirkenden Giften gründlich aus und tupfe anschließend die Herzen mit Küchentuch trocken (ansonsten würde die Pflanze bei darin stehendem Wasser auch eingehen) und ein letztes sehr starkes Pusten direkt in die Herzen verdrängt die übrige Restfeuchtigkeit!
Diese Krankheit wird hervorgerufen durch Fusarien, die zur Gattung der Schimmelpilze gehören. Der Erreger bei unseren Sansevierien ist Fusarium moniliforme, dessen Ausbreiten durch zu feuchten Stand begünstigt werden kann.
Zunächst zeigt sich ein kleiner feuchter Punkt auf den Blättern, der sich unregelmäßig vergrößert, gelb verfärbt und einen orange-gelben Rand bekommt. Dieser Pilz vernichtet die ganze Pflanze, kann jedoch durch systemische Spritz-Mittel bekämpft werden.
Referenzen: http://www.plantfinder.com/Services/ARChase/yucca.asp
Verursacht wird diese Erkrankung durch Aspergillus niger, einem Schwarzschimmel.
Beginnt mit wässrigen Punkten auf dem Blatt, die ausgereiften Sporen des Pilzes sind rußig-schwarz verfärbt und geben ihm seinen Namen.
Dieser Pilz überträgt sich oft durch Verletzungen der Pflanzenhaut und Stecklings-Vermehrung.
Man kann diesen Pilz EVENTUELL durch Wärmebehandlung über 40°C oder bei Minustemperaturen unter -22 Grad abtöten, neue Pflanzgefäße und Substrate sind angeraten!
Referenzen: http://www.plantfinder.com/Services/ARChase/yucca.asp
Das Schadbild ist ein Blatt, was plötzlich unterhalb der Spitze oder jedem anderen Bereich über die gesamte Breite (oder Durchmesser) sehr dünn wird und so normal weiter wächst. Dies ist ein Zeichen für zu kalten Stand (länger unter 15 Grad).
Wenn Sie die Pflanzen wieder wärmer stellen wächst die Pflanze normal weiter, der "eingeschnürte Bereich bleibt jedoch bestehen!
Ich habe gelesen, dass eine mit hohem Stickstoffanteil gedüngte Pflanze eher zu diesem Schadbild neigt!
Quelle: http://www.plantfinder.com/Services/ARChase/yucca.asp
Inhaber: Andre Talkenberg
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